Einfach anfangen
Vielleicht hast du noch nie gefastet und fragst dich gerade:
“Wie macht man das eigentlich?”
Die gute Nachricht ist: Es gibt nicht die eine richtige Art zu fasten. Viel wichtiger als die perfekte Methode ist die Haltung deines Herzens.
Fasten bedeutet, bewusst auf etwas zu verzichten, um diese Zeit und Aufmerksamkeit Gott zu schenken.
Wenn du zum ersten Mal fastest, fang einfach an. Du musst kein Profi sein und auch keine Angst haben, etwas falsch zu machen.
Welche Möglichkeiten gibt es?
1. Essensfasten
Die bekannteste Form des Fastens ist der Verzicht auf Nahrung.
Für unseren gemeinsamen Fastentag laden wir dazu ein, bis 18:00 Uhr auf feste Nahrung zu verzichten. Trinke in dieser Zeit ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee und nutze die Momente, in denen du normalerweise essen würdest, bewusst für Gebet oder eine kurze Zeit mit Gott.
Wenn du gesundheitliche Einschränkungen hast, Medikamente einnimmst, schwanger bist oder stillst, solltest du auf Essensfasten verzichten oder vorher ärztlichen Rat einholen. Fasten soll dir helfen und dich nicht gefährden.
2. Medienfasten
Nicht jeder kann oder sollte auf Essen verzichten.
Vielleicht merkst du aber, dass Social Media, Streaming, Nachrichten oder das Smartphone sehr viel Raum in deinem Alltag einnehmen. Dann kann es eine gute Entscheidung sein, genau darauf bewusst zu verzichten. Du wirst überrascht sein, wie viel Zeit plötzlich frei wird.
3. Auf etwas verzichten, das viel Raum einnimmt
Fasten muss nicht immer Essen oder Medien betreffen.Vielleicht gibt es etwas anderes, das viel Aufmerksamkeit bindet.
Zum Beispiel:
- Gaming
- Süßigkeiten
- Serien
- Kaffee
- Online-Shopping
- Podcasts
- andere Gewohnheiten
Frage dich einfach:
Was nimmt gerade so viel Raum in meinem Leben ein, dass es mir guttun würde, bewusst darauf zu verzichten?
Was mache ich während des Fastens?
Fasten bedeutet nicht einfach nur, nichts zu essen oder das Handy auszuschalten.
Nutze die frei gewordene Zeit bewusst.
Zum Beispiel:
- Lies einen Abschnitt in der Bibel.
- Geh spazieren und rede mit Gott.
- Höre Lobpreismusik.
- Nimm dir ein paar Minuten Stille.
- Schreib deine Gedanken oder Gebete auf.
- Frag Gott: “Was möchtest du mir heute zeigen?”
Ein paar praktische Tipps
- Starte lieber klein als gar nicht.
- Trinke beim Essensfasten ausreichend Wasser.
- Plane bewusst Zeit mit Gott ein – sonst fastest du nur, ohne den gewonnenen Raum zu nutzen.
- Erzähle vielleicht einer anderen Person davon und macht gemeinsam mit. Das motiviert und ihr könnt euch gegenseitig ermutigen.
- Hab keine Angst, wenn nicht alles perfekt läuft. Fasten ist keine Prüfung, sondern eine Einladung.
Es geht nicht um Perfektion
Vielleicht wird dein erster Fastentag ganz anders, als du ihn dir vorgestellt hast.
Vielleicht wirst du hungrig.
Vielleicht greifst du doch einmal zum Handy.
Vielleicht vergisst du sogar zwischendurch, dass du eigentlich fasten wolltest.
Das bedeutet nicht, dass dein Fasten gescheitert ist. Fasten ist kein Leistungstest. Es ist eine Einladung, immer wieder bewusst zu Gott zurückzukehren. Fang einfach an – und vertraue darauf, dass Gott den Wunsch deines Herzens sieht.

